Orff-eus’ Carmina Burana
Folgendes:
“Festsaal Mittelrang Mitte, Tür H, Reihe 4, Platz 18, Preis 9,00 EUR” steht auf der Karte, die mir mein Liebster besorgt hat. Er indessen steht vorn. Ganz vorn und schaut in meine Richtung. Künstler halt – ‘ne Singschnitte des Philharmonischen Chores. Heute geben sie zum zweiten Mal die Carmina Burana von Herrn Orff. Diesmal als Benefizkonzert für die Orchesterakademie, die fähigen frisch diplomierten Musikern ein Stipendium und Engagement verleiht. Nie wurden Arbeitslose so beklatscht wie heute. Hüstel.
Hier mal eine Aufzeichnung der Carina Burana von der UC in Davis:
Schön gesungen hat er und nur in meine Richtung geguckt. So soll es sein, allerdings saß ich auch oben in der Mitte und vorbeigucken war eben nicht. Von oben konnte ich auch prima sehen, welche Instrumente angeschlagen wurden. Da gab es eine Celesta. Ich dachte ja eher, sie hätten ein Keyboard in eine Holzkiste in Klavierform gepackt, damit es niemand merkt. Naja, ich bin eben noch ein zu ungebildeter Konzertbesucher. Der Meister, Rafael Frühbeck de Burgos, arbeitete dagegen völlig ohne Noten.
Das wars, was ich sagen wollte.
5. Oktober 2009 um 09:19
dein künstler hat ziemlich viel spaß mit dir, denke ich. :>
5. Oktober 2009 um 17:35
davon kannst du de facto ausgehen, aber ich werde auch etwas mitleidig belächelt, wenn es mir wahnsinnig Freude macht, wenn über 50 Musiker das “a” suchen. also ich könnte mir das stundenlang anhören.
5. Oktober 2009 um 20:51
wie ich sehe, bringst du die gehörige ehrfurcht vor der kunst mit. dabei hat sicher auch die singschnitte ihren spaß, meinte ich.
6. Oktober 2009 um 17:42
na klar, voller ehrfurcht lasse ich mir die musik erklären. wieder und wieder und wieder, weil ich doch so unsagbar langsam begreife.
9. November 2009 um 20:35
[...] Wochen haben wir, das waren Danny und ich, meines Freundes Sangeskunst zu Orff’eus’ Carmina Burana gelauscht und beschlossen, wir würden auch dem heutigen Konzert lauschen wollen. Doch schon vor [...]