Folgendes:
Vor Wochen haben wir, das waren Danny und ich, meines Freundes Sangeskunst zu Orff’eus’ Carmina Burana gelauscht und beschlossen, wir würden auch dem heutigen Konzert lauschen wollen. Doch schon vor Wochen hieß es: Ausverkauft und im Grunde viel zu teuer. Für uns. Ich weiß ihr Spötter, wahre Kunst ist nie zu teuer.
Ich brachte also heute meinen Freund zum Auftritt in den Kulturpalast, wo wir kurzfristig einen Blick in die Ticketzentrale warfen. Nur mal neugierig, ob es denn wirklich keine Karten mehr gibt. Es gab noch Karten; vereinzelt, aber immerhin. Und so konnte ich mich als Student für 9 Euro auf den MIttelrang, Reihe 1, Platz 13 einkaufen. Ich saß also noch besser als bei Orff’eus, wenn man davon absieht, dass ich ständig befürchtete, mein Nachbar würde jeden Moment dahinscheiden.
Gegeben wurde der Gefangenenchor aus Fidelio und die 9. Synphonie in d-Moll Opus 125 von Herrn Beethoven. Die Neunte war erwartungsgemäß ein Ohrenkitzler. Schöne Passagen sehr schön instumentalisiert. Der Gefangenenchor, für mich als Kunstbanausen einigermaßen unbekannt, war widererwarten ein Highlight. Da kann Verdi mit Nabucco definitiv einpacken!
Für den geneigten Hörer hier die Hörprobe des Gefangenenchores.
Das wars, was ich sagen wollte.